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    <title>Young Philosophy 2011</title>
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    <venue></venue>
    <city>Darmstadt</city>
    <start>2011-08-18</start>
    <end>2011-08-21</end>
    <days>4</days>
    <release>PREVIEW</release>
    <day_change>09:00</day_change>
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        <title>Conference Opening</title>
        <subtitle>with champagne reception</subtitle>
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        <type>lecture</type>
        <language>en</language>
        <abstract>Kleine Rede, Hendrich, Sekt.</abstract>
        <description>A warm welcome to everyone, a little lecture from Mr. Hendrich, sparkling wine.</description>
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          <person role="speaker" id="9">Anna</person>
          <person role="moderator" id="9">Anna</person>
          <person role="speaker" id="107">Asalkhon Shukurova</person>
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        <title>BBQ</title>
        <subtitle>Open flames meet your needs</subtitle>
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        <type>other</type>
        <language>en</language>
        <abstract>There will be meat, salads, tofu and many nice people!</abstract>
        <description>Directly after our opening event there will be a BBQ to fill your stomaches and get to know each other. We hope everyone joins us!</description>
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          <person role="speaker" id="85">Leonie Seibold</person>
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        <title>Selbstrevolutionen</title>
        <subtitle>Provozierte Subjekte und anonymer Protest</subtitle>
        <track>Praxis</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>Im Vortrag soll gekl&#228;rt werden, welche Freiheitspotentiale Subjekten innerhalb "westlich-kapitalistisch" gepr&#228;gter Kulturkreise (mitunter im Bezug auf die Nutzung des sog. Web 2.0) zur Verf&#252;gung stehen. Mit Hilfe von Foucaults Konzept der "Sorge um sich" soll dabei die M&#246;glichkeit einer Philosophie aufgezeigt werden, die neben (oder gegen) deren blo&#223;e Ausrichtung an Wahrheit im Sinne von Objektivit&#228;t ein Philosophieren stellt, dessen Zweck das Nachdenken &#252;ber "Selbstorientierung" ist. Eine versuchweise Beurteilung der kritischen Potentiale der "Anonymous"-Bewegung soll den Vortrag abschlie&#223;en.</abstract>
        <description>Wenn Theorie kritisch wird, wendet sie sich h&#228;ufig gegen das, was sie als das Herrschende identifiziert. Theorie dagegen, die noch Hoffnung auf politische Verbesserung in sich tr&#228;gt, wendet sich nie ohne Appell an Subjekte, um diese an (wirkliche oder vermeintliche) Potentiale der Ver&#228;nderung zu erinnern.
Eine Theorie der zweiten Sorte findet sich beispielsweise in Foucaults Vorlesung "Hermeneutik des Subjekts", sowie innerhalb seiner "sp&#228;ten" Besch&#228;ftigung mit der "Sorge um sich". Das Konzept der "Sorge um sich" ist hierbei selbst ein "Hoffnungskonzept", sofern mit ihm die Hoffnung verbunden ist, dass sich Subjekte durch Techniken der Selbstformung aus der Heteronomie herausarbeiten und sich so "in ein Verh&#228;ltnis der Souver&#228;nit&#228;t zu sich selbst" bringen k&#246;nnen. Im ersten, systematischen Teil des Vortrags sollen die wesentlichen Z&#252;ge der Selbstsorge als sozialer Praxis herausgearbeiten werden. Dabei wird zu zeigen sein, dass die Selbstsorge nicht eine intensivierte Selbstzuwendung, sondern immer auch die selbstst&#228;ndige Aneignung von "Erlebensr&#228;umen" bezeichnet, die die Subjekte im Idealfall souver&#228;nisiert.
Mit Hilfe dieser Pr&#228;zisierungen soll dann im zweiten, sozialdiagnostischen Teil anhand dreier Beispiele (YouTube-Gurus, Manager-Literatur und Hacking) untersucht werden, inwiefern sich heutzutage und vor allem im Hinblick auf das sog. "Web 2.0" Selbstsorge-Kulturen entwickelt haben, die sich mithilfe der von Foucault entlehnten Charakterisierungen beschreiben lassen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Typus des "Unternehmers" sowie der Praxis des "Hacking", die &#252;ber ihren Beispielcharakter hinaus auf ihre allgemeine Analysekapazit&#228;t hin untersucht werden sollen. &#220;berlegungen von Br&#246;ckling und Waitz verdeutlichen dabei, dass Selbstsorge sich heute vor allem in einem eindringlicher werdenden Imperativ der Selbstoptimierung &#228;u&#223;ert, der als schlechtes Gewissen oder permanente Motivation einen gro&#223;en Teil der zeitgen&#246;ssischen Subjekte regiert. Waitz schl&#228;gt in diesem Kontext vor, den Begriff des "Hacking" - der urspr&#252;nglich die Aneignung und Beherrschung von Techniken bezeichnet, die das Subjekt in die Lage versetzt, die &#8222;eigene Lebenswelt mittels kleiner Eingriffe zum Besseren zu ver&#228;ndern" und sich dabei "technischer Verfahren, die zum Teil entgegen ihrer eigentlichen Bestimmung produktiv gemacht werden, zu bedienen&#8220; - auf das heute vorherrschende Ideal der Selbstoptimierung zu &#252;betragen; wie zu zeigen sein wird, liegt Waitz dabei selbst einer Verk&#252;rzung des "Hacking"-Konzeptes auf.
Abschlie&#223;end soll dann vor allem die Frage interessieren, ob es eine sinnvolle M&#246;glichkeit gibt, an dem Glauben an eine Form der Selbstsorge festzuhalten, die nicht nur scheinbar auf die "Befreiung der Subjekte" abzielt, sondern eine solche Befreiung tats&#228;chlich auch leistet.
Dem optimistischen Grundton der Ausf&#252;hrungen folgend, kann die Antwort auf diese Frage - unter Ber&#252;cksichtigung aller problematischer Einschr&#228;nkungen - nur positiv ausfallen.</description>
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          <person role="speaker" id="28">Tom Poljansek</person>
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        <slug>ichundwir</slug>
        <title>'Ich' und 'Wir'.</title>
        <subtitle>Zum Verh&#228;ltnis vom Kollektiv und Individuum in der sozialistischen Science Fiction.</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>W&#252;rde man ein W&#246;rterbuch der sozialistischen Schlagw&#246;rter erstellen, so w&#228;re das Wort "Fortschritt" einer der tragenden Begriffe dieses Werks. Die sozialistische Kultur war "radikal zukunftsorientiert" (Martin Sabrow). In allen sozialistischen Literaturen finden sich zahlreiche Zukunftsdarstellungen, die sich auf der marxistischen Theorie beruhen. Ich will in meiner Darstellung einige Werke untereinander vergleichen, die zu verschiedenen Zeitpunkten vor 1990 entstanden, um die Unterschiede im Verh&#228;ltnis von Kollektiv und Individuum unter die Lupe zu nehmen. Der Schwerpunkt der Analyse liegt auf sowjetischen und ostdeutschen Publikationen. </abstract>
        <description></description>
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          <person role="speaker" id="117">Larissa Medvedeva-T&#252;rk</person>
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        <slug>fromutopiatoecotopia</slug>
        <title>From Utopia to Ecotopia</title>
        <subtitle></subtitle>
        <track>Praxis</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>|</abstract>
        <description>A closer look to the contemporary world screams out the sturdy interdependence faced by the human societies. Financial, economic, ecological and social crises characterize, on global scale, the current human activities. These problems grew from the failure of strong ideology and political utopias laid down on 20th century. Our work highlights the need of setting a new theoretical framework to overcome these crises through building new experiments of human association and new environmental solutions.
The ultimate challenge relies on managing the complexity of the environment, promoting a new vision for alternative and naturally sustainable collective behaviors. We suggest to approach it merging the ecological perspective envisioned by Naess&#8217;s deep ecology with McLuhan&#8217;s media theory.
Ecology is the discipline that studies ecosystems and, therefore, nature, while human ecology is the study of ecosystems that include humans. However, the environments inhabited by humans are not merely natural: they are strongly modified by technology. 
Furthermore, the technological explosion of the West caused the separation of the domains of nature and technique, creating an opposition between them. We suggest that humanity needs to overcome this dichotomy in favor of a total-field image. Electromagnetic, nuclear and digital technologies are, in fact, more complex forms of adaptation to the environment that render the distinction between the natural and the artificial obsolete.
In addition, recording and real time communication technologies have changed the way we connect to each other and how we relate to the environment. The thinking changes are, in fact, reshaped under the influence of such modifications in the communication systems. In particular, we need to change the models of human collective behavior. One way to pursue this aim implies a rethinking of the role played by each local community: technology offers the possibility for a broader and effective communication. This scenario could favor cooperation through the building of a decentralized network society. Why looking for golden age utopian societies when we can already pursue hi-tech ecotopian communities?</description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="116">Carlo Peroni</person>
          <person role="moderator" id="2">Kai Denker</person>
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        <slug>staunen</slug>
        <title>Staunen. Der Anfang der Philosophie als ihre perennierende Krise</title>
        <subtitle></subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract>Am Beginn der Philosophie steht das Staunen, die Herausforderung durch und die Ohnmacht vor einem Unvorstellbaren, das die Grenzen des dem Menschen M&#246;glichen &#252;bersteigt. Seit jeher waren solche Grenzerfahrungen, f&#252;r die das Ph&#228;nomen des Staunens nur eine synoptische Chiffre darstellt, der Einsatzpunkt eines &#8222;Ordnungsgeschehens&#8220; (Waldenfels) als Versuch einer entlastenden Distanzierung vom den Menschen erdr&#252;ckenden Absoluten (cf. Marquard), Chaotischen, Negativen. </abstract>
        <description>Jedoch hat solche Versuch einer b&#228;ndigenden Abwehr des Negativen stets die Einsicht in seine Unabweisbarkeit und seine eigent&#252;mliche Produktivit&#228;t begleitet. Solche kritischen Unternehmungen der Resurrektion des Ausgeschlossenen nahmen ihren Ausgang von erfahrenen  Ereignissen des Bruchs von Ordnungen. Die Verflochtenheit des Einbruchs eines Au&#223;erordentlichen und des Ausbruchs aus einhegenden Ordnungen war Anlass, die spezifische Kreativit&#228;t denkerischer Transgressionen und die emanzipatorische Potenz hereinbrechender Ereignisse zu bedenken. Das emanzipatorische Bem&#252;hen um experimentelles und anderes Denken (cf. Foucault) fu&#223;te seit jeher auf die dem Denken und Wissen eigene &#8222;&#214;kologie des Nichtwissens&#8220; (Luhmann): dass sich ein urspr&#252;nglicher differentieller Spalt immer schon aufgetan hat, wenn gedacht, wenn bestimmt, wenn gehandelt wird &#8211; dass also jegliches Bestimmen das eines letztlich im Ganzen Unbestimmbaren ist.
Einzugehen w&#228;re nun insonderheit auf die emanzipatorische Funktion dieser paradoxen Struktur  einer origin&#228;ren Heterogenit&#228;t, eines &#8222;Anderen im Selben&#8220; (Derrida), das durch mannigfaltige Grenz&#252;berschreitungen die Grenzen des Denkens als Grenzen sichtbar macht und dadurch deren Kontingenz offenbart. Durch die Begegnung mit seinem Au&#223;en begibt sich das Denken in den Taumel seiner Ent-Sicherung, das am Anfang stehende Staunen wird zu einem perennierenden und insistierenden Staunen, das die M&#246;glichkeit einer Selbstberuhigung des Denkens blockiert.
</description>
        <persons>
          <person role="moderator" id="131">Benjamin M&#252;ller</person>
          <person role="speaker" id="124">David J&#246;ckel</person>
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        <slug>negativeerfahrung</slug>
        <title>Negative Erfahrung</title>
        <subtitle>Krisen und Konsequenzen der Moderne</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>Der Vortrag will in einem ersten Schritt die Moderne als eine Zeit der Krise der Erfahrung greifbar machen - als Fixpunkte dienen zum einen kurze Ausz&#252;ge aus dem Werk Walter Benjamins, Michel Foucaults und Giorgio Agambens sowie Berichte und Auseinandersetzungen von Insassen und &#220;berlebenden der Shoa und des stalinistischen Gulags. In einem zweiten Schritt und ganz im Sinne einer Konsequent soll dann der Versuch einer Neu- oder Umpr&#228;gung des Erfahrungsbegriffs angegangen werden. Eine Umdeutung, die auch das Verst&#228;ndnis des Selbst einem fundamentalen Wandel unterzieht.</abstract>
        <description>Im Denken Walter Benjamins begegnet uns die Moderne als eine Zeit der Erfahrungslosigkeit: Zwischen multi-medialer Vollerfassung des eigenen Lebens und radikaler Unbest&#228;ndigkeit, findet sich das Individuum seltsam auf sich selbst zur&#252;ckgeworfen und doch als leer und abh&#228;ngig wieder.
In verschiedenen kurzen Texten und anhand von Erstem Weltkrieg und Fabrikhalle skizziert Benjamin mit wenigen Strichen eine Welt, in der die Wahrnehmung des Einzelnen durch schockartige Reiz&#252;berflutung derart bet&#228;ubt wird, dass sich der Einzelne nicht als autonomes Subjekt und als potentiell neutraler Beobachter, sondern als in seinem Wahrnehmen und Denken untrennbar mit seiner historischen Situation verwoben sieht. Um diese besondere Art des Schocks eingehender und in gr&#246;&#223;erem Ausma&#223; beschreiben zu k&#246;nnen, werden Bez&#252;ge zu Beschreibungen der Moderne bei Foucault, Baudelaire und Buck-Morss gesucht. 
Wir k&#246;nnen uns beinahe sicher sein, dass, h&#228;tte Benjamin das Ausma&#223; der systematischen Verfolgung und Vernichtung der europ&#228;ischen Juden durch das Dritte Reich &#252;bersehen k&#246;nnen, er h&#228;tte das Lager als Kern der Moderne gew&#228;hlt &#8211; das Lager als Ort der &#8222;Negativerfahrung&#8220;, voller Menschen &#8222;ohne Biographie, ohne Vergangenheit und ohne Zukunft&#8220; wie es Warlam Schalamow, &#220;berlebender des stalinistischen Gulag, nennt. In diesem Sinne soll die Situation des Lagers und die Erfahrungen und Berichte der Insassen und &#220;berlebender des Lagers hinzugezogen werden, um diese "Negativerfahrung" philosophisch verwertbar zu machen.

Der Vortrag will die Moderne als eine Zeit der Krise der Erfahrung und der Wahrnehmung beschreiben. Dazu dienen sowohl Walter Benjamin, Philosophen wie Michel Foucault und Giorgio Agamben, als auch Berichte und Gedanken &#220;berlebender des Gulag und der Shoa.

Der Vortrag soll zweierlei leisten: Zum ersten stellt er eine Ann&#228;hrung an das Lager selbst dar und ist in diesem Sinne ein sehr begrenzter und unzureichender Versuch, einen philosophischen Zugang zu schaffen. Zweitens soll durch die Umkreisung des Lagers als Grenz- oder Extremfall das, was wir gewohnt sind Moderne zu nennen, umrissen werden. 
Eine Ann&#228;hrung an das Lager von Au&#223;en, die uns am Ende im Zentrum der Moderne zur&#252;cklassen wird, als Appell zu einer Reformulierung des Begriffs der Erfahrung und des Konzepts des Selbst.</description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="104">Ruben Pfizenmaier</person>
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        <slug>yearofbigbrotherhood</slug>
        <title>The Year of Big Brotherhood</title>
        <subtitle>Hacktivism, the Cyber-Space and the Future</subtitle>
        <track>Praxis</track>
        <type>lecture</type>
        <language>en</language>
        <abstract>In 1984, Levy described an ethic of hacking. Here suggested to see apologists of freedom and rationality in hackers, the heroes of the computer age, as he put it. At the same time in Germany, Wau Holland staged himself as a data protection activist against centralized, opaque, large organizations like the German Federal Mail that had just introduced Btx as one of the first publicly available data communication networks. Holland published a hacker magazine, the Datenschleuder. Here he discussed his political agenda in "the year of big brotherhood".</abstract>
        <description>In this talk, I will take Deleuze's Postscript on Control Societies as a starting point. I will reconstruct Deleuze's concept of order-words and pass-words as medium of disciplinary power and control respectively. Using this distinction, I will then analyze concepts of rationality, space, and time (i.e. future) in Levy's Hacker Ethic and in Wau Holland's agenda of the German hacker organization Chaos Computer Club whose founding father he was in the early 1980s. I will conclude by testing Deleuze's claim that we are about to leave disciplinary societies and about to enter the control society by stressing if Hacker Ethic and Holland's can indeed be described in term of "streams and wave."</description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="2">Kai Denker</person>
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        <slug>letztermensch</slug>
        <title>Her mit dem letzten Menschen</title>
        <subtitle>&#220;ber das Gl&#252;ck (2. Klasse) in gl&#252;cksfernen Zeiten</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract>Mein Vortrag befasst sich mit der M&#246;glichkeit des Gl&#252;cks in unserer Zeit. Er stellt die Frage, ob angesichts der heutzutage allgegenw&#228;rtigen Bedrohung durch das "Burn-Out" infolge eines Selbstverwirklichungszwanges nach zugeschnittenem Muster nicht ein sanfter Hedonismus, wie ihn Nietzsches "letzter Mesch" pflegt, als einziges tats&#228;chlich noch erreichbares Gl&#252;ck bleibt; ein Gl&#252;ck zweiter Klasse gleichsam. Dies w&#228;re dann das "Gl&#252;ck in gl&#252;cksfernen Zeiten" (Genazino). Dauer des Vortrags: 20-25 Min.
</abstract>
        <description>Her mit dem letzten Menschen

Nietzsches Zarathustra st&#246;&#223;t bei seinem Versuch, seiner Lehre vom &#220;bermenschen als dem neuen Sinn der Erde Geh&#246;r zu verschaffen, auf taube Ohren. Also ver&#228;ndert er seine Taktik. Statt vom &#220;bermenschen, spricht er zun&#228;chst von dessen Gegenteil, vom &#8222;letzten Menschen&#8220;. Auch dieser k&#246;nnte der neue, nach dem Tode Gottes so sehr gesuchte Sinn der Erde werden. Das soll er aber gerade nicht. Denn der letzte Mensch ist das &#8222;Ver&#228;chtlichste&#8220;, ist ein Wesen, das die Lebensform eines sanften Hedonismus gew&#228;hlt hat; ein Wesen, das arbeitet, liebt, sich berauscht, sein L&#252;stchen hat f&#252;r Tag und Nacht. Aber von alledem will es blo&#223; nicht zu viel &#8211; zu viel verdirbt n&#228;mlich den Spa&#223;; und v.&#160;a. eines will der letzte Mensch auf keinen Fall: zu viel denken. Er ist eben ein sanfter Hedonist, ein Hedonist des L&#252;stchens. 
Zarathustra ist sich sicher: So kann niemand leben wollen, so kann niemand sein wollen. Aber er irrt sich. Zwar hat er mit der Rede vom letzten Menschen tats&#228;chlich Geh&#246;r gefunden. Indessen sind seine Zuh&#246;rer nicht angewidert, sondern ganz im Gegenteil begeistert: &#8222;Gieb uns diesen letzten Menschen&#8220;, rufen sie ihm sehnsuchtsvoll zu: &#8222;mache uns zu diesen letzten Menschen&#8220;! Was f&#252;r Zarathustra ein Schreckgespenst, ist f&#252;r sie das sch&#246;ne Leben &#8211; also her damit!
Nun ist man &#8211; gerade als Philosoph &#8211; spontan dazu geneigt, Zarathustra zuzustimmen. Der letzte Mensch scheint eher der Stoff zu sein, aus dem Dystopien gewoben werden als Utopien. 
Indes sollte man es sich nicht zu leicht machen mit der Kleinheit des letzten Menschen und aus der Vogelperspektive desjenigen urteilen, der es gewohnt ist, &#252;ber den Dingen zu stehen wie der aus dem Gebirge herabgestiegene Zarathustra. Sp&#246;ttisch h&#228;lt dieser fest, dass der letzte Mensch die Gesundheit ehre. Aber wom&#246;glich ist es genau das, worauf alles ankommt.
Die neue Krankheit unserer Zeit ist die Depression. Das mag verschiedenste Ursachen haben. Eine wesentliche Ursache liegt aber darin, dass unsere neue sch&#246;ne Welt von uns die totale Selbstverwirklichung verlangt, wobei sie uns in ein Selbstverwirklichungsr&#228;derwerk einspannt: Der sch&#246;ne neue Mensch ist sch&#246;ngeistig: er hat studiert; ist k&#246;rperlich sch&#246;n: er macht &#8222;Fitness&#8220; und hat einen sch&#246;nen Teint; ist moralisch sch&#246;n: er engagiert sich sozial. Bei alledem ist er sch&#246;n zielstrebig und sch&#246;n schnell und vor allem sch&#246;n flexibel. Ist er hingegen nicht solcherart sch&#246;n, so ist es auch vermutlich sein Leben nicht. Unsere Seele droht unter dem Selbstverwirklichungsdruck krank zu werden.
Die Frage, die ich stellen m&#246;chte, lautet also: Haben Zarathustras H&#246;rer wom&#246;glich recht, wenn sie sich den letzten Menschen w&#252;nschen?             </description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="127">Eike Brock</person>
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        <slug>bedingungenrealisierunggutesleben</slug>
        <title>Bedingungen f&#252;r die Realisierung des guten Lebens bei Platon</title>
        <subtitle></subtitle>
        <track>History</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>Schon Platon hatte das Anliegen, gesellschaftliche Rahmenbedingungen f&#252;r ein gelingendes Leben zu erw&#228;gen. In Analogie zur Struktur der menschlichen Seele entwickelt er in der Politeia eine Staatskonzeption, deren Stellenwert umstritten ist. Eine notwendige Bedingung f&#252;r die gerechte Verfassung des Staates ist die Herrschaft von Philosophen. Diese Forderung greift Platon im 7. Brief auf. Dort nimmt er zu seinen Sizilienreisen Stellung. Vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse in Syrakus weicht Platon allerdings in relevanter Hinsicht von der in der Politeia skizzierten Konzeption ab.  </abstract>
        <description>Die Frage nach den Bedingungen des sch&#246;nen Lebens wurde bereits in der Antike gestellt. Das sch&#246;ne und zugleich gute Leben ist&#160;&#8211;&#160;so Platon&#160;&#8211;&#160;nur in einem gerechten Staat zu erreichen. Schon Platon entwickelt eine Theorie des gerechten Staates, die in der Politeia skizziert wird. Der vorgebrachte Kerngedanke, demzufolge ein gutes Leben nur in einem gerechten Staat m&#246;glich ist, hat allem Anschein nach nichts von seiner Aktualit&#228;t verloren. 
Und nicht erst heute stellt sich die Frage, wie eine derartige Staatsverfassung zu erreichen ist. Schwierigkeiten einer Realisierung der utopischen Forderung nach dem gerechten Staat der Politeia werden im siebten Brief Platons auf praxisnahe Weise thematisiert. Dort geht Platon auf seine Reisen an den syrakusanischen Tyrannenhof ein. Im Zusammenhang mit Platons  Sizilienreisen wird vorgebracht, er habe vor Ort versucht, eine an seinen philosophischen Ansichten orientierte Staatsverfassung einzuf&#252;hren. Platon rechtfertigt und erkl&#228;rt seine Einflu&#223;nahme auf die syrakusanische Politik und geht auf die von ihm verfolgten Absichten ein. 
Dass Konzeption und scheinbar angemessene Realisierung in relevanten Aspekten divergieren k&#246;nnen, zeigt der Vergleich der in der Politeia skizzierten Staatskonzeption mit den Ausf&#252;hrungen des siebten Briefes deutlich auf: Die Forderung, dass Philosophen herrschen sollen, ist ein wesentliches Element der in der Politeia entwickelten Theorie des gerechten Staates. Auch im siebten Brief wird dieser Gedanke aufgenommen, allerdings&#160;&#8211;&#160;wie zu zeigen ist&#160;&#8211;&#160;in einer schw&#228;cheren Lesart. Der Philosoph muss hier anderen Kriterien gen&#252;gen, als den in der Politeia vorgebrachten. Platons Darstellungen machen beispielhaft und in besonders eindr&#252;cklicher Weise auf Schwierigkeiten aufmerksam, die mit einer Divergenz von konzeptionellen Anspr&#252;chen und m&#246;glicher Realisierung einhergehenden. Im Spannungsfeld zwischen Konzeption und angemessener Realisierung stellen sich Fragen, die auch f&#252;r neuzeitliche Staatskonzeptionen relevant sind. </description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="101">Katrin Oechsner</person>
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        <slug>krisealsnormalzustand</slug>
        <title>Krise als Normalzustand</title>
        <subtitle>Camus&#8217; Konzept der Absurdit&#228;t</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract>Krisen haben unterschiedliche Ursachen und treten zumeist dann auf, wenn sich etwas ereignet, das vom Normalzustand abweicht. Beispielsweise dann, wenn der Mensch erkennen muss, dass die Welt &#8211; und auch die Philosophie &#8211; nicht vollkommen ist. Diese Situationen k&#246;nnen auch, wie es Albert Camus getan hat, als absurd bezeichnet werden. Doch was bedeutet es, wenn man sagt, dass auch die Philosophie absurd ist? Und warum l&#246;st diese Absurdit&#228;t eine Krise in der Philosophie aus?</abstract>
        <description>Krisen haben unterschiedliche Ursachen und treten zumeist dann auf, wenn sich etwas ereignet, das vom Normalzustand abweicht. Beispielsweise dann, wenn der Mensch erkennen muss, dass die Welt &#8211; und auch die Philosophie &#8211; nicht vollkommen ist. Diese Situationen k&#246;nnen auch, wie es Albert Camus getan hat, als absurd bezeichnet werden. Doch was bedeutet es, wenn man sagt, dass auch die Philosophie absurd ist? Und warum l&#246;st diese Absurdit&#228;t eine Krise in der Philosophie aus?
Um dies zu verstehen, muss gekl&#228;rt werden, was genau mit dem Konzept der Absurdit&#228;t bei Camus gemeint ist und in welchem Zusammenhang es mit anderen Konzepten steht, die ebenfalls versuchen, Krisen oder &#228;hnliche Situationen zu fassen. Dabei wird schnell deutlich, dass die Diagnose der Krise kein Zustand ist, der erst durch die Moderne hervorgerufen wird, sondern schon immer grunds&#228;tzlich f&#252;r das Leben gewesen ist. Die Philosophie ger&#228;t nicht in eine Krise aus der sie herauskommen muss, vielmehr m&#252;sse sie die Erkenntnis entwickeln, dass die Welt nicht in ihrer G&#228;nze zu fassen ist &#8211; sie ist absurd, wie Camus richtig diagnostiziert hat.
Diese Uneinholbarkeit der Welt deutet nicht auf die Fehlerhaftigkeit der Philosophie oder ihrer Mittel der Welterfassung hin, sondern muss als Teil ihrer Beschaffenheit anerkannt werden. Damit f&#252;hrt die Erkenntnis der Krise und die notwendige Akzeptanz zu einer Erneuerung der Philosophie, die sich auch in der M&#246;glichkeit das Leben und die gesellschaftlichen Zust&#228;nde zu ver&#228;ndern widerspiegelt. Camus hat sich gerade auf Grund der Absurdit&#228;t der Welt zu den M&#246;glichkeiten von Revolution und Reform ge&#228;u&#223;ert und die Vorstellung der Revolte gepr&#228;gt. Seiner Meinung nach ist der Mensch dazu verpflichtet, zu revoltieren &#8211; Reformen sind nicht weitreichend genug, eine Revolution auf Grund der Absurdit&#228;t der Welt undurchf&#252;hrbar. Trotzdem darf der Mensch den Versuch die bestm&#246;gliche Welt zu erreichen, nicht aufgeben. Wie Camus die Notwendigkeit zur Revolte begr&#252;ndet und was dies f&#252;r die Philosophie bedeutet, soll in diesem Vortrag diskutiert werden.</description>
        <persons>
          <person role="moderator" id="9">Anna</person>
          <person role="speaker" id="100">Jos Schaefer-Rolffs</person>
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        <slug>notwendigkeiteinerphaenomenologie</slug>
        <title>&#220;ber die Notwendigkeit einer Ph&#228;nomenologie des Allt&#228;glichen</title>
        <subtitle>Der Alltag und das Wesen der Technik</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract>Die H&#228;ufung von Krisen in unserer Zeit weist ein Bed&#252;rfnis nach Philosophie auf. Denn nur die Philosophie kann unseren Alltag, in dem sich alle Krisen abspielen, ver&#228;ndern, wof&#252;r zun&#228;chst argumentiert werden soll. Die Philosophie kann dies aber nur leisten, wenn sie mit einer Ph&#228;nomenologie anstatt einer kritischen Philosophie ansetzt, was als zweites gezeigt werden soll. Ausgehend von Heideggers "Technikphilosophie" soll dann eine Ph&#228;nomenologie des Allt&#228;glichen derart in den Blick genommen werden, dass sie sich als ein Weg des Selbstbewusstwerdens des Wesens der Technik im Alltag darstellt.</abstract>
        <description>Die Philosophie gilt nicht mehr als Wissenschaft. Ihr bedarf man bestenfalls als Allgemeinbildung. So t&#246;nt es aus vielerlei dunklen Gassen. Die Allgemeinbildung wird auch zu Gunsten einer Spezialbildung immer weiter in den Hintergrund gedr&#228;ngt. Was kann nun diese dunklen Gassen beleuchten? Krisen und Streiks sind es anscheinend nicht. Davon hatten wir in den letzten Jahren doch einige: Wirtschaftskrise, Bildungsstreik und die jetzige "Atomkrise" sind sicherlich die wichtigsten Beispiele. Haben sie Licht gebracht? Bestenfalls verursachten sie ein kurzes Aufblitzen. Allzu schnell war der allt&#228;gliche Trott wieder da. Was ist die Ursache ihres Scheiterns? Offensichtlich: Sie haben den Alltag nicht ver&#228;ndert.In diesem Beitrag soll gezeigt werden, dass die Philosophie und nur die Philosophie dies bewerkstelligen kann. Die Philosophie ist notwendige Voraussetzung f&#252;r jede bleibende Ver&#228;nderung der "Welt", da nur sie die allt&#228;glichen Vor- und Einstellungen ver&#228;ndern kann. Der Beitrag gliedert sich wie folgt: 
Zun&#228;chst wird auf Platons Dialog Ion zur&#252;ckgegriffen, in welchem gezeigt wird, dass nur wenn sich die Philosophie der Kunst und der Technik bedient, diese universelle Tragweite erlangen.Danach wird die Ph&#228;nomenologie und die kritische Philosophie in ihrer anf&#228;nglichen Funktion gegen&#252;bergestellt und gezeigt, warum erstere den richtigen Anfang f&#252;r eine Philosophie darstellt.Zum Abschluss wird an Heideggers Philosophie gezeigt, dass sie erstens gerade geleitet durch die Idee einer Ph&#228;nomenologie unsren Alltag als philosophisch relevant erkennt. Zweitens hat die Technik f&#252;r die Heideggersche Philosophie eine Bedeutung wie f&#252;r keine andere. Aus seiner "Technikphilosophie" wird eine Idee f&#252;r einen Weg zur Wiederbelebung der Allgemeinbildung und der Philosophie entwickelt. Es wird also nach einer M&#246;glichkeit gesucht, die dunklen Gassen der Jetztzeit zu beleuchten. Denn ohne Licht l&#228;sst sich keine Sch&#246;nheit sehen, kein sch&#246;nes Leben f&#252;hren. 

</description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="102">Torsten Fulde</person>
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        <title>Lesung</title>
        <subtitle></subtitle>
        <track>Praxis</track>
        <type>podium</type>
        <language></language>
        <abstract>Lesung zum Thema der Tagung.</abstract>
        <description>Geleitet wie im letzten Jahr von Alexander Diroll.</description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="75">Alexander Diroll</person>
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        <title>Wir sind das Volk!/Noi suntem poporul!</title>
        <subtitle>Sch&#246;nes Leben in Leipzig und Temeswar </subtitle>
        <track>History</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>Wird aufgrund technischer Schwierigkeiten nachgereicht. </abstract>
        <description></description>
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          <person role="speaker" id="120">Martin Hofmann</person>
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        <slug>imagination</slug>
        <title>Imagination</title>
        <subtitle>Discovering or Creating Reality?</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>en</language>
        <abstract>What are the roles of creativity and imagination in our lives? When we speak of the reality that science constantly tries to describe for us, what do we have to say about the sources of our hypotheses or the place of innovation in our lives? I would like to explore the claim that imagination, particularly as the creative power exerted in crafting concrete works of art and literature, is a fundamental aspect of reality, and that, if addressed as such, the ascertainment of crisis, and the meaning of 'the good life', take on a whole different meaning. </abstract>
        <description>A particular question posed in the call for papers drew my attention: Is the imagination of an individualizing and liberating technology a chimera at best, which belongs in the area of utopian and dystopian art and literature? It asks, and I wonder whether the consideration of utopia and dystopia as literary motifs is what alienates the subject matter so described from the field of philosophy. If so, is it due to the assumption that philosophy deals with aspects of reality that are fundamentally different from those presented by literature and art, perhaps precisely in that the latter are imaginary?

I would like to explore the claim that imagination, particularly as the creative power exerted in crafting concrete works of art and literature, is a fundamental aspect of reality, and that, if addressed as such, the ascertainment of crisis, and the meaning of 'the good life', take on a whole different meaning. 

The main claim of my presentation will be that reality is not discovered, but created. The good life then would be defined as a life of freedom that incorporates the possibility of and responsibility to present reality to ourselves with ever increasing precision on the one hand, while on the other, this act of presentation is a performative act that defines reality in the most fundamental sense. This twofold goal can be achieved with the aid of technology, but not exclusively through it: It is through the aesthetic experience that we arrive at a more lucid perception of reality, but it is only through concrete instances of imagination (i.e. creative action), that we actually partake in life, and thus create the reality we so thoroughly try to understand. 

The metaphysical model at the basis of my master thesis, on which I am currently working, takes elements from a number of theories. For the conference I could only present a sketch of the model in its early stages of development, which departs basically from Leibniz's Monadology and Walter Benjamin's concept of truth. 
</description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="98">Jean Goldi Horta</person>
          <person role="moderator" id="2">Kai Denker</person>
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        <slug>selbstverwirklichungfueralle</slug>
        <title>Selbstverwirklichung f&#252;r alle</title>
        <subtitle>Der Ansatz von Alan Gewirth</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>Selbstverwirklichung f&#252;r alle &#8211; Der Ansatz von Alan Gewirth

In Self-Fulfillment entwickelt GEWIRTH einen an KANT und ARISTOTELES orientierten Weg zu einem erf&#252;llten und moralisch guten Leben, indem er die antike Tugendethik mit einem in der kantischen Tradition stehenden obersten Moralprinzip verbindet. Doch anders als Aristoteles beansprucht Gewirth f&#252;r sein Konzept eines erf&#252;llten Lebens, dass es nicht elit&#228;r ist, sondern f&#252;r jedes menschliche Individuum gleicherma&#223;en erreichbar. 
</abstract>
        <description>Selbstverwirklichung f&#252;r alle &#8211; Der Ansatz von Alan Gewirth

In Self-Fulfillment entwickelt GEWIRTH einen an KANT und ARISTOTELES orientierten Weg zu einem erf&#252;llten und moralisch guten Leben, indem er die antike Tugendethik mit einem in der kantischen Tradition stehenden obersten Moralprinzip verbindet. Doch anders als Aristoteles beansprucht Gewirth f&#252;r sein Konzept eines erf&#252;llten Lebens, dass es nicht elit&#228;r ist, sondern f&#252;r jedes menschliche Individuum gleicherma&#223;en erreichbar. 
Deshalb entwirft er kein Konkurrenzmodell zu allen bisher entwickelten Wegen des erf&#252;llten Lebens, sondern extrahiert das allen m&#246;glichen erf&#252;llten Lebensentw&#252;rfen Zugrundeliegende. Dies sieht Gewirth im menschlichen Handeln, das er als freiwilliges und intentionales Tun oder Lassen definiert. Ohne zu handeln, k&#246;nnte ich keinen selbst gew&#228;hlten Zweck verfolgen und w&#228;re au&#223;erstande ein &#8211; wie auch immer geartetes &#8211; Lebensideal erfolgreich zu verfolgen.   
Freiwilligkeit und Intentionalit&#228;t bezeichnet er als konstitutive Merkmale des Handelns, wobei er das Merkmal der Intentionalit&#228;t noch um das Moment des Handlungserfolgs erweitert und das ganze unter dem Terminus Wohlergehen zusammenfasst. Freiwilligkeit und Wohlergehen sind f&#252;r das Handeln konstitutiv, weil darunter s&#228;mtliche Bedingungen f&#252;r erfolgreiche Zweckverfolgung &#252;berhaupt erfasst sind. Diese Bedingungen enthalten alle G&#252;ter, die f&#252;r &#8222;einen reibungslosen Handlungsablauf &#252;berhaupt&#8220;: Leben, physische und psychische Unversehrtheit, Nahrung, Obdach, Bildung, Selbstvertrauen bis hin zu konkreten G&#252;tern wie Geb&#228;rdendolmetschern in den Universit&#228;tsr&#228;umen. 
Mithilfe dieser Bedingungen f&#252;r erfolgreiche Zweckverfolgung &#252;berhaupt leitet Gewirth einerseits aus der Handlungsstruktur, &#8222;Ich tue Handlung H um Ziel Z willen.&#8220;, ein oberstes moralisches Prinzip her, das alle Individuen mit Anspruchsrechten auf die Bedingungen f&#252;r erfolgreiche Zweckverfolgung &#252;berhaupt ausstattet. Andererseits entwickelt er einen Katalog erlernbarer Tugenden, in dem das oberste moralische Prinzip zur Tugend der Gerechtigkeit wird, der alle weiteren Tugenden untergeordnet sind. Die &#252;brigen Tugenden sind Tugenden der Freiwilligkeit und des Wohlergehens, die die eigene Handlungsf&#228;higkeit erhalten und erweitern. Mit diesen Rechten Ausgestattet und durch das Erlernen der Tugenden soll nach Gewirth jeder Mensch seinen eigenen Lebensentwurf erfolgreich verwirklichen k&#246;nnen. 
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        <persons>
          <person role="speaker" id="99">Daniela Zumpf</person>
        </persons>
        <links>
          <link href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/philosophy/mentoren.html.de#zumpf">http://www.ruhr-uni-bochum.de/philosophy/mentoren.html.de#zumpf</link>
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        <title>Krise und Utopie in Aristoteles` Politik:</title>
        <subtitle>"Verantwortete Freiheit" als erstrebenswerteste Lebensform</subtitle>
        <track>History</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract></abstract>
        <description></description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="111">Simon  Varga</person>
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        <slug>leostraussandradicalism</slug>
        <title>Leo Strauss and radicalism</title>
        <subtitle></subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>en</language>
        <abstract>I wish to adress the problem of radicalism in Leo Strauss's approach to political philosophy. Strauss is mostly known as a critique of modern thought and a defender, if not a partisan, of classical political philosophy. Especially in his early writings the theme of radicalism, the need to get a grip of the truly fundamental concepts of political thought and action, is quite explicit. But how far, and on what conditions, can zetetic reason - as opposed to revelation - be committed to such a project?</abstract>
        <description>As R&#233;mi Brague and others have pointed out, the young Leo Strauss insisted on the need for radicalism in political thought and action. I wish to examine this observation and unfold some of its consequences for political theory. 
Strauss believes that in the theologico-political situation of the pre-war epoch, true defence of Judaism is a "radical" political project. Both the philosophical and the political aspects of Strauss's radicalism are particularly clear in his correspondence, for instance in his discussions with Gershom Scholem and the criticism he adresses to Karl L&#246;with. The core of Strauss's position is that one has to move away from the reactive character of 19th century thought in order to reach genuine questions and genuine alternatives.
I propose to focus on describing and evaluating the methodological aspects of Strauss's "radical" project by linking it to his "necessary and tentative or experimental" return to classical political philosophy. According to Strauss, the concepts of ancient philosophy are superior to the tools of modern social science because of their radicalism. Therefore the return to classical political philosophy is anchored to the search for radical concepts that reflect what Strauss calls "genuine wholes", the paramount phenomena of political life that were already studied by Aristotle in his Politics.
Radicalism means going to the root, or to the roots. But according to Strauss, Western political and intellectual life in fact has two roots: Greek philosophy, or "Athens", and Bibilical revelation, or "Jerusalem". When it comes to morality, or a general conception of the good life, these two ideals largely overlap &#8212; and indicate an essentially conservative political agenda. However, concerning the most important question, i. e., the genuine human good, "Athens" and "Jerusalem" come to collide: in the end, the Greek ideal of unaided human reason is pitted against the Biblical ideal of obedient love. I believe this alternative is the irreductible core of Strauss's radicalism, if only because it illustrates an interesting feature of "genuine wholes," sc. their elusive or fundamentally problematic character.</description>
        <persons>
          <person role="moderator" id="2">Kai Denker</person>
          <person role="speaker" id="92">tparsio</person>
        </persons>
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        <slug>muehenderutopie</slug>
        <title>Die M&#252;hen der Utopie</title>
        <subtitle>&#220;ber Heideggers Scheitern, soziale Differenz jenseits identit&#228;rer Einheit zu denken, und Nancys Ansatz, aus dieser Sackgasse der Vernunft einen Ausweg zu finden.</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract>Jean-Luc Nancys Ontologie des Mit-Seins. Ein Vortrag &#252;ber Heideggers Scheitern, soziale Differenz jenseits identit&#228;rer Einheit zu denken, und Nancys Ansatz, aus dieser Sackgasse der Vernunft einen Ausweg zu finden.</abstract>
        <description>Description:&#8658;Wenden sich Philosophen der Untersuchung des Verh&#228;ltnisses zwischen Individuum und Kollektiv zu, verschwimmt die Grenze zur Utopie. Utopien w&#228;ren keine Utopien, wenn sie Realit&#228;t geworden w&#228;ren. Utopische Entw&#252;rfe jedes Zeitalters thematisieren die verschiedenen Aspekte, die das Philosophieren &#252;ber Individuum und Kollektiv freilegt: die politischen, die sozialen, die ethisch-normativen, die &#246;konomischen. In der Philosophie-Tradition ist das Verh&#228;ltnis zwischen Individuum und Kollektiv ein Untersuchungsfeld metaphysischen Ausma&#223;es, da es nach dem Verh&#228;ltnis des Ganzen zu seinen Teilen fragt, nach dem Zusammenhang von Einheit und Vielheit: ist dem Individuum der Vorrang einzur&#228;umen oder dem Kollektiv? Dieses Denkschema will ich in meinem Vortrag zur Disposition stellen und fragen, ob es noch zeitgem&#228;&#223; und ertragreich genug sein kann, unsere Zeit in Gedanken zu fassen. Im Durchgang einer Kritik von Kernaussagen individualistischer und auch kollektivistischer Theorien, will ich f&#252;r eine Denkweise jenseits des Ganze-Teile-Denkschemas motivieren, diese aber auch hinterfragen: welche M&#246;glichkeiten er&#246;ffnet Jean-Luc-Nancys &#8222;neue Ontologie&#8220; des Mit-Seins? Dieses dekonstruierende und in Heideggers Fundamentalontologie wurzelnde Denken beantwortet die Frage nach dem Vorrang von Individuum oder Kollektiv konsequent mit: weder noch. &#8222;Identifizierungen, nie Identit&#228;t&#8220;: es ist vielmehr ein Zwischen, dass den Raum &#246;ffnet zu einem Denken hin, dass die Grenzen des Ganze-Teile-Schemas zu &#252;berwinden trachtet und damit, Ontologie, Ethik und Politik als ineinander verschr&#228;nkte Aspekte unserer &#8222;singul&#228;r pluralen Existenz&#8220; aufzeigt. Kein Volk, keine Kultur, keine Religion kann der Garant f&#252;r die die fragmentierte Vielheit &#252;berwindende Einheit sein. Was ist der Sinn von Sein angesichts des sich als Mit-Sein entpuppenden Seins? Wie sucht Nancy mit Heidegger &#252;ber Heidegger hinaus zu denken? Ist Nancys Denken ein Denken f&#252;r die Zukunft? Diesen Fragen will ich in meinem Vortrag nachgehen.</description>
        <persons>
          <person role="speaker" id="122">Sven Hasperger</person>
        </persons>
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        <title>"Sch&#246;n, dass wir dar&#252;ber geredet haben."</title>
        <subtitle>Nullsummenspiel: Utopie</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract>              
Der Gegensatz von Wirklichkeit und Utopie ist derzeit wieder Gegenstand der &#246;ffentlichen Wahrnehmung und Debatte. Angesto&#223;en von den j&#252;ngsten kurzfristigen und unvorhersehbaren Geschehnissen wie der Atomkatastrophe in Fukushima, den Aufst&#228;nden in Nordafrika und der kaum &#252;berwundenen Finanzkrise, aber auch langfristigen Entwicklungen wie des Klimawandels und der bitteren Armut eines gro&#223;en Teils der Erdbev&#246;lkerung findet man den Begriffsdipol von Wirklichkeit und Utopie in aller Munde.

Wir m&#246;chten nun gerade einen Blick auf die herrschende Wirklichkeit, d.i. die kapitalistische Gesellschaft, werfen und pr&#252;fen wie hier konkret utopische Gedanken vorkommen. Was dabei sogleich auff&#228;llt, ist die Tatsache, dass die &#196;u&#223;erung utopischer Gesellschaftsbilder wie auch Kritik an der bestehenden Gesellschaft im Allgemeinen stets unter der Gew&#228;hrung b&#252;rgerlicher Staatlichkeit als Meinungen auftreten. 
Betrachtet man beispielsweise die Institution Schule, die &#8222;unserer Meinung nach&#8220; nicht vom b&#252;rgerlichen Herrschaftszusammenhang zu trennen ist, so wird hier schon symptomatisch deutlich, worauf unser Vortrag hinaus will. In jeglicher Unterrichtsstunde, beispielsweise der Politik, soll Kritik (fast ausschlie&#223;lich Reformforderungen) sich stets in konstruktiven Bahnen bewegen und andere kritische Meinungen gleichberechtigt (zumindest) akzeptieren. Heraus kommt dann &#8211; wie man es noch als Sch&#252;ler_in kennt &#8211; eine Pro/Contra-Tabelle, die Argumente auf beiden Seiten enth&#228;lt und aus der dann ein konstruktiver Kompromiss folgen soll. Dabei wird Meinung und der praktische Akt ihrer Verwirklichung schon dem Verst&#228;ndnis der Meinungsfreiheit nach qua staatlichem Gewaltmonopol getrennt: &#8222;Der Reiter und das Ross.&#8220;  
Zu kl&#228;ren w&#228;re also: 
1)Was sagt uns die Masse und Verschiedenartigkeit der landl&#228;ufigen Utopien &#252;ber die herrschende Wirklichkeit? 
2)Wie wird Kritik in der b&#252;rgerlichen &#214;ffentlichkeit vorgetragen und warum nicht auf andere Weise?
3)Wie funktioniert richtige Kritik?
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          <person role="speaker" id="114">Konrad Brechtel und Thomas Gerber</person>
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        <slug>cyborgsundnomaden</slug>
        <title>Von Cyborgs und Nomaden </title>
        <subtitle>Zur Aktualit&#228;t von Donna Haraway und Gilles Deleuze</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>Die Symbole der heutigen politischen, technischen und gesellschaftlichen Unterdr&#252;ckung, vom Asylwerber bis zur Callcenterangestellten, sind der Nomade und der Cyborg. In diesem Vortrag soll versucht werden diesen Bedeutungswandel der einst als emanzipative Utopien konstruierten Konzepte nachzuzeichnen, sowie diese Theorien von Haraway und Deleuze einer neuerlichen Lekt&#252;re zu unterziehen. Denn neben &#196;hnlichkeiten beider Konzepte soll der Vortrag weiters zeigen, dass auch zeitgem&#228;&#223;e emanzipative Widerstandsstrategien in diesen fast 30 Jahre alten Texten zu finden sind.</abstract>
        <description>&#8222;The only constant in today&#8217;s world is change&#8221; schrieb Rosi Braidotti. Ob dies jedoch auch auf zwei philosophische Figuren und Konzepte der 80er Jahre, n&#228;mlich einerseits den &#8222;Nomaden&#8220; von Deleuze und Guattari und andererseits die &#8222;Cyborg&#8220; von Haraway, zutrifft, m&#246;chte ich in meinem Vortrag versuchen zu beantworten, indem ich diese Konzepte einer neuerlichen Untersuchung unterziehe. In einem ersten Schritt werde ich diese beiden Theorien parallel lesen, um darzulegen, dass die beiden Figuren samt ihren Konzepten &#228;hnlicher sind als gemeinhin angenommen wird. In einem zweiten Schritt soll auf die m&#246;gliche Entwicklung dieser einst als emanzipativ konstruierten Konzepte, die den Nomaden und die Cyborg als utopische Praktiken der Emanzipation verstanden, eingegangen werden, um zu zeigen, dass in der heutigen Zeit sowohl der Nomade als auch die Cyborg als Symbolfiguren der Unterdr&#252;ckung verstanden werden k&#246;nnen (nomadisierte AsylwerberInnen, CallcentermitarbeiterInnen als vercyborgisiertes &#8218;digitales Proletariat&#8217;). Deleuze und Haraway, die mit ihren Konzepten die Ver&#228;nderung des Menschen und der Gesellschaft durch die neuen Technologien analysieren und dabei die problematischen Entwicklungen hin zur Kontrollgesellschaft / den &#8218;informatics of domination&#8217; aufzeigen, aber auch sogleich individuelle und kollektive Emanzipationsm&#246;glichkeiten stark machen, versuchen ihre Analysen stets zwischen Utopie und Dystopie zu entwickeln, ohne einer Seite zu verfallen. Dieser Gradwanderung folgend m&#246;chte auch ich zwischen Techno-philie und -phobie sowohl Gefahren als auch neue M&#246;glichkeiten technischer Verschmelzungen &#8211; vom K&#246;rper bis zur Gesellschaft &#8211; erarbeiten, indem ich die Cyborg und den Nomaden einer aktualit&#228;tsbezogenen Relekt&#252;re unterziehe. &#8222;Weder zur Furcht noch zur Hoffnung besteht Grund&#8220;, schreibt Deleuze angesichts der technischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen in der Kontrollgesellschaft, sondern es geht darum &#8222;neue Waffen zu suchen&#8220;, in diesem Sinne m&#246;chte ich mich - in einem letzten Schritt des Vortrags - in den Theoriegeb&#228;uden von Haraway und Deleuze nach eben diesen neuen Waffen, nach emanzipativen Widerstandspraktiken auf die Suche machen und diese diskutieren.
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          <person role="speaker" id="112">Christoph Hubatschke</person>
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        <slug>kommenderkommunismus</slug>
        <title>Der kommende Kommunismus</title>
        <subtitle></subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract></abstract>
        <description>Call for Papers: &#8222;Her mit dem sch&#246;nen Leben...&#8220;!?

DER KOMMENDE KOMMUNISMUS
David Remer

Das Konzept der &#8222;Utopie&#8220; ist in Misskredit gekommen. Vorstellungen der guten Welt, so der Diskurs, tr&#252;gen als solche schon totalit&#228;re Z&#252;ge, da sie letztlich das Partikulare zum Allgemeinen erkl&#228;rten und die mit dieser Erkl&#228;rung verbundene Gewalt verleugnen. Zugleich zeigt sich, dass die Verabschiedung von Utopien einen Mangel hinterl&#228;sst, der notwendig zu schlie&#223;en ist. Jacques Derrida bem&#252;ht sich mit Hilfe der Idee des &#8222;&#225; venir&#8220; klassische utopische Themen wir Demokratie oder Kommunismus zu rehabilitieren, ohne hinter die Kritik an Utopiekonzeptionen zur&#252;ck zu fallen. In Schurken weist Derrida auf, dass die demokratische Forderung nach Freiheit und Gleichheit stets im Kommen bleiben muss. Im wesentlichen bedeutet dies, dass wir es bei den demokratischen Forderungen mit einer Aporie zu tun haben. Freiheit kann demnach nicht endg&#252;ltig bestimmt werden, da es zu ihrer Bestimmung geh&#246;rt, eine jede Bestimmung zu transzendieren. Sie bleibt damit unverf&#252;gbar, unendlich und inkommensurabel. Gleichheit hingegen, dass ein jeder sich gleiche, auf der anderen Seite fordert die Verrechnung und Metrik ein, die dem Merkmal der Freiheit, der Inkommensurabilit&#228;t, entgegensteht. Damit ist die demokratische Praxis eine, welche immer wieder neu die Forderungen von Freiheit und Gleichheit miteinander vermitteln m&#252;ssen. Unter demokratischem Handeln wird damit nicht mehr das Handeln unter demokratischen Regeln, sondern die Aushandlung eben jener Regeln verstanden. 

In Marx' Gespenstern behauptet Derrida, dass auch der Kommunismus in diesem Sinne im Kommen bliebe. W&#228;hrend er dies jedoch f&#252;r die demokratische Forderung in Schurken anhand einer Begriffsanalyse nachweist, fehlt ein solcher in Bezug auf das kommunistische Versprechen. In meinem Vortrag m&#246;chte ich untersuchen, ob im Bezug auf die kommunistische Forderung &#8222;Jeder nach seinen F&#228;higkeiten, jedem nach seinen Bed&#252;rfnissen!&#8220; eine &#228;hnliche aporetische Struktur nachgewiesen werden kann. Dazu m&#246;chte ich zun&#228;chst den Begriff des Politischen bei Derrida kurz skizzieren, um im Anschluss anhand der Deutschen Ideologie und der Kritik des Gothaer Programms darzulegen, wie auch die kommunistische Forderung durch eine dekonstruktive Lekt&#252;re als eine politische Forderung und eben nicht als ein wissenschaftliches (Engels/Lenin) oder gar &#8222;b&#252;rgerlich&#8220;-utopisches Programm verstanden werden kann.



Biographischer Notiz
Von 2003 bis 2011 habe ich an der Uni Frankfurt Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Dieses Jahr habe ich das Studium erfolgreich abgeschlossen. Das Magisterarbeitsthema lautete &#8222;Der kommende Kommunismus. Marx, Derrida und das kommunistische Versprechen.&#8220; und dient mir als Grundlage f&#252;r dieses Paper. Abgeschlossen habe ich bei Dr. Martin Saar und Prof. Dr. Christoph Menke.</description>
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          <person role="speaker" id="121">David Remer</person>
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        <slug>arbeitderhoeherenbefreiung</slug>
        <title>Die Arbeit der h&#246;heren Befreiung</title>
        <subtitle>Arbeit und Selbstbestimmung bei Hegel und heute</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract>Hegel und die Moderne &#8211; dieses Thema kann in mehreren Hinsichten verstanden werden: entweder so, dass die Begriffe Hegels auf die aktuellen Probleme der Philosophie &#252;bertragen werden, um hernach festzustellen, dass bereits Hegel &#246;kologisch, global usw. gedacht hat. Die andere M&#246;glichkeit besteht darin, die Begriffe Hegels aus der Perspektive der Gegenwart heraus als obsolet zu erkl&#228;ren. Eine dritte M&#246;glichkeit w&#228;re, zu fragen, welche aktuellen Gehalte die Begriffe Hegels in ihrem spezifischen historischen Kontext vor dem Stand des gegenw&#228;rtigen Bewusstseins haben. In der zeitlichen Differenz zwischen Hegel und Heute l&#228;sst sich zeigen, welche M&#246;glichkeiten aus der Perspektive der Aufkl&#228;rung und des Deutschen Idealismus er&#246;ffnet wurden, die bis heute ungenutzt geblieben sind. Solche Begriffe k&#246;nnen f&#252;r die Frage nach dem "guten Leben" wieder aufgenommen werden.</abstract>
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          <person role="moderator" id="74">Kaja Tulatz</person>
          <person role="speaker" id="108">Maxi Berger</person>
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        <slug>kulturelleeigenlockderobjekte</slug>
        <title>Der Begriff der "kulturellen Eigenlogik der Objekte"</title>
        <subtitle>Simmels "Trag&#246;die der Kultur" im Detail</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>Gamm weist, unter Bezug auf Boudrillard, darauf hin, dass sich in der heutigen Kultur unterschiedli-che arbeitsteilige Sph&#228;ren zu durchdringen beginnen &#8211; keine h&#228;lt es mehr in den Grenzen ihrer eigenen Logik. Ungeachtet dessen, dass dieses Ph&#228;nomen das zentrale Kriterium einer Hochkultur (Perpeet) zu untergraben scheint, ist es zun&#228;chst nicht ganz klar, was mit dieser &#8222;eigene Logik&#8220; der Kultursph&#228;ren gemeint ist. Aufschluss hier&#252;ber k&#246;nnten wir bei Georg Simmel erhalten, der einer &#8222;kulturellen Eigenlogik der Objekte&#8220; zentrale Bedeutung f&#252;r die &#8222;Trag&#246;die der Kultur&#8220; zuschreibt. Um diesen Begriff angemessen zu verstehen, soll im Vortrag das Modell jener Kulturentwicklung sowie ihre Kontroversit&#228;t unter die Lupe genommen werden:
W&#228;hrend das Subjekt versucht &#252;ber den Weg der objektiven Kultur sich selbst zur entfalten, verliert es sich auf den Spuren der Kulturobjekte, die einer anderen, einer eigenen Logik folgen, die sich nicht mit der Tendenz des Subjekts deckt. Ausgel&#246;st durch die metaphysische Formfremdheit zwischen dem frei flie&#223;endem Leben und den verfestigten Objekten der Kultur sieht der Mensch sein Geistiges im Objekt verwirklicht und festgelegt, d. h. so auch eingeschr&#228;nkt und von einer Entwicklung abgeschnitten. Doch paradoxerweise scheint der geistige Inhalt mit der Verfestigung im Objekt nicht still zu stehen, sondern  sich vielmehr in &#8222;Wertreihen&#8220; fortzuschreiben, die k&#252;nftige Entwicklungen anleiten.
Am Ende des Vortrags soll nicht nur Klarheit in die Terminologie Simmels gebracht sein, sondern auch gleichzeitig der Ankn&#252;pfungspunkt f&#252;r eine ernsthafte, beiden Autoren gerecht werdende, Wiederbelebung der sogenannten Simmel-Cassirer Kontroverse geliefert werden.</abstract>
        <description></description>
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          <person role="speaker" id="18">Oliver Honer</person>
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        <title>Party</title>
        <subtitle>Hier ist das sch&#246;ne Leben</subtitle>
        <track>Praxis</track>
        <type>other</type>
        <language></language>
        <abstract>Musik, gute Stimmung, die beste Art die Tagung zu beenden.</abstract>
        <description>Hier ist das sch&#246;ne Leben!

Hawaii - Surf  - HulaHula - Tikki  - Ska  - ...
Es gibt keine Sorgen auf Hawaii.
Es gibt keine nervenden Fliegen, keine Armut, keine Atomkraftwerke und keine Zahnschmerzen auf Hawaii. 
Es gibt kein schlechtes Wetter, keine Massentierhaltung und keine Bildzeitung auf Hawaii.

Es gibt jedoch Hula Hula auf Hawaii.
Es gibt Luxus f&#252;r alle, angenehmes Klima und frische Ananas auf Hawaii.
Es gibt Cocktails auf Hawaii. ( Bier gibts dort wohl auch - zumindest an diesem Abend) 

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          <person role="speaker" id="9">Anna</person>
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        <slug>philosophiealsnegativephaenomenologie</slug>
        <title>Philosophie als negative Ph&#228;nomenologie</title>
        <subtitle></subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract>Leitthese meines Vortrags soll sein, dass sich im Anschluss an Adornos Philosophiekritik das Konzept einer negativen Ph&#228;nomenologie profilieren l&#228;sst. Mit diesem Konzept soll versucht werden, an Adornos &#220;berlegungen zum Verh&#228;ltnis von Kritik und Philosophie anzukn&#252;pfen, dabei allerdings das damit verbundene Verh&#228;ltnis von Ver&#228;nderung und Interpretation zu variieren.</abstract>
        <description>In einer kritischen Interpretation von Adornos Begriff des Nichtidentischen soll das Nichtidentische als negative Ph&#228;nomenalit&#228;t gefasst und in ein engeres Verh&#228;ltnis zu Wirklichkeit, positiver Ph&#228;nomenalit&#228;t, gesetzt werden, ohne es allerdings mit ihr kurzzuschlie&#223;en.
Die Offenheit philosophischen Denkens f&#252;r diesen paradoxen Bereich negativer, also nichtph&#228;nomenaler Ph&#228;nomene, soll begr&#252;ndet werden, indem dieses Denken &#8211; in Anlehnung an Adornos These vom Vorrang des Objekts &#8211; durch die ebenso paradoxe Figur geistiger Anschauung dargestellt wird. Eine weitere Grundthese wird sein, dass diese Offenheit der Philosophie au&#223;erdem durch ein moralisches Element von Philosophie mitgetragen wird.
Durch eine solche Modifikation von Adornos &#220;berlegungen zu Philosophie l&#228;sst sie sich also als ein eigener erkennender Weltbezug verstehen, der immer in einer Verschlingung mit Moral ge&#252;bt wird. Indem das Moment von Erkenntnis, also Interpretation im weitesten Sinn, so zugleich als eine bestimmte Form moralischer Praxis verstanden wird, soll Philosophie einer kritischen Befragung hinsichtlich ihres Ver&#228;nderungspotential standhalten k&#246;nnen.</description>
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          <person role="moderator" id="91">Alex Geis</person>
          <person role="speaker" id="105">Georg Spoo</person>
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        <slug>genderutopie</slug>
        <title>Die Gender-Utopie als Einsatzpunkt f&#252;r eine utopische Philosophie: </title>
        <subtitle>Marge Piercys Woman on the Edge of Time (1976)</subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language></language>
        <abstract></abstract>
        <description>Die Utopie gilt f&#252;r gemeinhin als tot. W&#228;hrend der Frau im Rahmen der Women und Gender Studies eine immer bedeutendere Rolle innerhalb und f&#252;r die Kulturproduktion zugestanden wird, ist diese Rolle im utopischen Genre nahezu verschwunden - schlichtweg weil diesem Genre generell kaum noch Beachtung geschenkt wird. Der Tod der Utopie, wie er von Ernst Bloch ausgerufen wurde, war aber tats&#228;chlich der Tod der m&#228;nnlichen Utopien; die Utopistinnen wurden von Bloch ignoriert und sind bis heute - vor allem im deutschsprachigen Raum nicht kanonisiert. 
Gerade diese weibliche Utopietradition ist aber aus heutiger Sicht h&#246;chst aktuell - am Beispiel von Marge Piercys Woman on the Edge of Time (1976) m&#246;chte ich auf einige dieser besonders aktuellen Aspekte eingehen.1 
Dabei wird die These auszuf&#252;hren sein, inwieweit die Geschlechterutopie Piercys, in der die bin&#228;ren Grundlagen unserer abendl&#228;ndischen Denkstrukturen aufgel&#246;st werden, in Zusammenhang steht zu einer utopischen Philosophie. 
Die Aufl&#246;sung und Umkehrung von Differenzzuschreibungen, wie wir sie bei Piercy finden, bezieht sich n&#228;mlich nicht nur auf die Geschlechteropposition, sondern auch auf alle anderen dichotomen Strukturen, die unsere Welt konstituieren.2 
Auf der Ebene der fiktional entworfenen Wirklichkeit f&#252;hrt die Individualisierung des sozialen Geschlechts bei Piercy zu einer Betonung der Gestaltungsmacht &#252;ber Geschlecht - und &#252;ber soziale Welt schlechthin.
In den beiden utopischen Welten &#8222;Mattapoisett&#8220; und &#8222;New York&#8220; wird die Bedeutung dieser &#8222;Gegensatzpaare, auf denen die Philosophie aufbaut und von denen unser Diskurs lebt&#8220; (Derrida 1976, S.24) von Piercy exemplifiziert und fiktional ausformuliert - die Gegen&#252;berstellung dieser fiktionalen Welten erhellt den Zusammenhang von Herrschaftsverh&#228;ltnissen und bin&#228;ren Denkstrukturen: Die Grenze zwischen philosophischer Utopie und utopischer Philosophie verschwimmt. Woman on the Edge of Time verweist auf die Interdependenzen zwischen Geschlecht, Herrschaft und Utopie.
Der Vortrag soll zum einen die Utopie Piercys vorstellen, zum anderen das dichotom organisierte symbolische Ordnungssystem, das zur Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaftsverh&#228;ltnissen beitr&#228;gt, in kurzem Rekurs auf Derrida, Irigaray und Foucault problematisieren. Anhand Piercys utopischen Entwurfs soll veranschaulicht werden, wie die bin&#228;ren Denkstrukturen unserer abendl&#228;ndischen Philosophie, die die klassische Utopie &#252;blicherweise stereotyp reproduziert, refiguriert werden k&#246;nnten.
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        <persons>
          <person role="speaker" id="94">Anna Holz</person>
          <person role="moderator" id="74">Kaja Tulatz</person>
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        <title>Eine (neue) Ethik der Kritik? Die Dekonstruktion nach Jacques Derrida</title>
        <subtitle></subtitle>
        <track>Theory</track>
        <type>lecture</type>
        <language>de</language>
        <abstract>Ziel meines Vortrags ist es, anhand eines umstrittenen Denkers &#8211; Jacques Derrida &#8211; neue Perspektiven f&#252;r den moralphilosophischen Diskurs zu er&#246;ffnen. Anhand des Begriffs der Dekonstruktion m&#246;chte ich die Verbindung zwischen Ethik und Kritik aufzeigen sowie R&#252;ckschl&#252;sse auf das gute Leben bzw. die Ethik in der "Postmoderne" ziehen.</abstract>
        <description>Thematisiert man unter Moralphilosophen Derridas &#8222;Dekonstruktion&#8220;, &#252;berwiegen die kritischen Stimmen: Er dekonstruiere die Moral, rei&#223;e das metaphysische Moralgeb&#228;ude ein und erkl&#228;re alternativlos die Tr&#252;mmer zur einzig akzeptablen Unterkunft. Ich argumentiere dagegen, indem ich den Begriff der Dekonstruktion &#8222;entbl&#228;he&#8220; und anschlussf&#228;hig mache.
Ich m&#246;chte zun&#228;chst die Konstitution von Wahrheitswerten im Diskurs betrachten und zeigen, dass trotz fehlenden substantiellen Wahrheitskriteriums bei Derrida diskursive Verst&#228;ndigung m&#246;glich ist. Ein Diskurs kann eben nicht auf Konsens und Verstehen ausgerichtet sein (Habermas), da dies ist nicht das ethisch relevante Ziel ist &#8211; und hier kommt der Begriff der Dekonstruktion ins Spiel. Dekonstruktion m&#246;chte ich als eine ethisch relevante Form der Kritik verstehen. Die Prozesse der Konstruktion von Sinn, Bedeutung und Wirklichkeit werden hinterfragt und subversiv unterwandert. Hierbei tritt das, was traditionell aus der philosophischen Theoriebildung ausgeschlossen wird &#8211; das Komplexe, Uneinheitliche, Differentielle &#8211; zutage. Die Dekonstruktion verweist auf Verantwortlichkeit und Gerechtigkeit. Die Einsicht, dass alle Begriffe nur Teil eines Sprachspiels sind, ist f&#252;r Derrida eine genuin ethische Einsicht. Demnach ist Verantwortlichkeit mit Kritikf&#228;higkeit gleichzusetzen: die Bereitschaft, stabilisierte Verbindungen zwischen W&#246;rtern, Begriffen und Dingen zu hinterfragen. Derridas Dekonstruktion &#8211; verstanden als Ethik der Kritik &#8211; zielt darauf ab, die Frage nach dem richtigen Handeln als die Frage nach dem richtigen Umgang mit Normen zu verstehen, was das einzelne Individuum stark in die Verantwortung zieht. Somit fokussiert eine solche Ethik gerade das, was seit der Antike aus dem Blickfeld der Moralphilosophie geraten ist: die partikulare Perspektive des guten Lebens.
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          <person role="speaker" id="115">Isabelle Ulbrich-Kern</person>
          <person role="moderator" id="18">Oliver Honer</person>
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        <title>"Herr Vesper glaubt noch an die Revolution"</title>
        <subtitle>Eine Reise durch die literarische und die k&#252;nstlerische Auseinandersetzung mit der RAF</subtitle>
        <track>History</track>
        <type>lecture</type>
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        <description>Die Reflexion in Literatur und Kunst &#252;ber die Aktivit&#228;ten der RAF, ihre Mitglieder und die Voraussetzungen ihrer Gr&#252;ndung bewegen sich zwischen Revolutionsromantik, Krisendiagnose und kritischer Distanz. Die Suche nach der Befreiung von der faschistischen deutschen Vergangenheit, einem weltumspannenden Imperialismus und die Suche nach Alternativen, f&#252;r die das oben erw&#228;hnte Zitat aus Bernward Vespers Romanfragment "Die Reise" paradigmatisch steht, markieren den Beginn einer bis heute andauernden literarischen und k&#252;nstlerischen Besch&#228;ftigung mit der RAF. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung steht dabei weniger die detaillierte Ausgestaltung des &#8222;sch&#246;nen Lebens&#8220; in alternativen Gesellschaftsformen, in der &#8222;Freiheit f&#252;r alle&#8220; gew&#228;hrleistet werden k&#246;nnte, sondern die Texte und die Kunstwerke bewegen sich zwischen der literarischen und k&#252;nstlerischen Inszenierung des Agierens im und aus dem Untergrund als sch&#246;nes Leben, der Problematisierung k&#246;rperlicher und psychischer Gewalt durch RAF und Staat sowie der Frage nach legitimen Mitteln zur Durchsetzung revolution&#228;rer Ziele. Im Vortrag werden einige dieser Romane und Kunstwerke vorgestellt und auf ihre Inhalte und Darstellungsformen befragt. Dabei zeichnet sich eine, die Werke verbindende Kernfrage ab, um die sich alle genannten Themen gruppieren: die Frage nach individueller, kollektiver und kultureller Identit&#228;t.</description>
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